Feuilleton

Zur Neuregelung der Stehplatzpreise der Wiener Staatsoper ab der Saison 2019/2020

Wiener Staatsoper

Von Thomas Prochazka
Rudolf von Alt: »Das Treppenhaus des k.k. Hof-Operntheaters«. Aquarell, 1873 (Ausschnitt) © Fürstliche Sammlungen Liechtenstein, Wien – Vaduz (Foto: Thomas Prochazka)

Rudolf von Alt: »Das Treppenhaus des k.k. Hof-Operntheaters«. Aquarell, 1873 (Ausschnitt)

© Fürstliche Sammlungen Liechtenstein, Wien – Vaduz (Foto: Thomas Prochazka)

Die am 29. März 2019 angekündigten Änderungen und Erhöhungen der Preise für die Stehplatzkarten ab der Saison 2019/2020 sorgten unter den betroffenen Besuchern nicht nur für einigen Unmut, sondern auch Ratlosigkeit betreffend das zukünftige Procedere. »Der Merker« will mit diesem Artikel die Fakten zusammenfassend darstellen.

Dieser Beitrag enthält die wichtigsten Informationen für Stehplatzbesucher der Wiener Staats­oper. (Die Aktualität einer Information erkennen Sie am in eckige Klammern gesetzten Datum am Ende des Abschnittes.) Sollten Sie noch Fragen haben, ersuchen wir um eine e-mail an die Redaktion. Wir werden uns bemühen, diese Punkte gemeinsam mit der Wiener Staatsoper abzuklären.

Die Ausgangslage

Die Geschäftsführung der Wiener Staatsoper wurde im Zuge der Budgetplanung seitens des Ei­gen­tümer­vertreters, der Bundestheater-Holding, d.h., dem Aufsichtsrat1 der Wiener Staats­oper GmbH, dazu angehalten, die Stehplatzpreise ab der Saison 2019/2020 zu erhöhen.

Ab der Saison 2019/2020 gibt es folgende Änderungen:

  • Die bisher für Stehplätze am Balkon und auf der Galerie erhältlichen Stehplatzschecks wer­den nicht mehr aufgelegt. [1. Mai 2019]
  • Die Stehplatzberechtigungskarten, unter treuen Stehplatzbesuchern wie die Abonnements der Wiener Philharmoniker einem Adelsprädikat gleichgestellt, werden nicht mehr auf­ge­legt. [1. Mai 2019]
  • Ab der Saison 2019/2020 werden die Stehplatzkarten am Vorstellungstag zum Einheitspreis von EUR 10,– (bzw. EUR 5,– bei Preisen K und M) verkauft. Der Verkauf beginnt wie bisher ab 80 Minuten vor Beginn der Vorstellung an der Stehplatzkassa (Eingang unter den Arkaden links des Haupteinganges). [1. Mai 2019]

Um diese Preiserhöhung für das Stammpublikum des Stehplatzes abzufedern, können Inhaber der kostenlos erhältlichen BundestheaterCard wie bisher im allgemeinen Vorverkauf maximal eine Stehplatzkarte pro Person und Vorstellung zu den bisherigen Preisen von EUR 4,– für den Par­terre-Stehplatz und EUR 3,– für den Balkon- und den Galerie-Stehplatz (bzw. EUR 2,50 und EUR 2,– bei Preisen K, M und F) erwerben. [1. Mai 2019]

Erwerb von Stehplatzkarten für Vorstellungen der Wiener Staatsoper im Vorverkauf

Im folgenden haben wir die uns derzeit vorliegenden Fakten betreffend den Erwerb von Steh­platz­karten im Vorverkauf für die Wiener Staatsoper ab der Saison 2019/2020 zusammengefaßt:

  • Der Vorverkauf beginnt — wie der Restkartenverkauf — zwei Monate vor dem Vor­stel­lungs­tag an den Kassen oder online über die Website der Wiener Staatsoper bzw. der Culturall. Nachstehend ein paar Beispiele zu besseren Illustration: Karten für die Sai­son­er­öffnung — Giuseppe Verdis La traviata — am 4. September 2019 werden ab 4. Mai 2019 verkauft, Karten für Richard Strauss’ Salome am 1. Oktober 2019 ab 1. Juni, Karten für Georg Friedrich Händels Ariodante am 8. November 2019 ab 8. September 2019. [1. Mai 2019]
  • Der Vorverkauf endet am Tag vor der Vorstellung um 23:59 Uhr. [1. Mai 2019]
  • Pro Person und Vorstellung kann nur eine Stehplatzkarte erworben werden. Diese Karte wird personalisiert, d.h., der Name des Käufers wird auf der Stehplatzkarte vermerkt. Beim Vor­­stel­lungs­besuch ist auf Verlangen der Damen und Herren des Publikumsdienstes ein gül­ti­ger amtlicher Lichtbildausweis zur Kontrolle der Identität des Käufers bzw. Besuchers vor­zuzeigen. Ob die Kontrolle bereits im Anstellbereich oder aber erst beim Einlass in den Saal erfolgen soll, wird noch mit dem Publikumsdienst geklärt. [2. Mai 2019]
  • Weitergegebene Tickets werden bei einer Kontrolle nicht anerkannt. Der auf der Karte aufgedruckte Name muß mit demjenigen der anwesenden Person übereinstimmen. [2. Mai 2019]
  • Ein Benutzerkonto auf der Culturall-Website reicht nicht aus, um Stehplatzkarten im Vor­ver­kauf erwerben zu können. Nur wenn das Benutzerkonto bei Culturall im System mit einer gültigen BundestheaterCard verknüpft ist (darum kümmern sich die netten Damen und Herren an den Bundestheaterkassen), werden im Online-Vorverkauf die Stehplätze zur Auswahl freigeschaltet. Laut Auskunft der kaufmännischen Geschäftsführung der Wiener Staatsoper erkennt das System, ob für eine Kundennummer eine BundestheaterCard hinterlegt ist. [2. Mai 2019]
  • Die Culturall weist in einer e-mail-Aussendung vom 1. Mai 2019 extra darauf hin, daß bei Kartenkäufen im Internet die Anmeldung mit dem Benutzernamen erfolgen muß, bevor man den Saalplan aufruft. Nur dann werden die Stehplätze zum Kauf angezeigt. [1. Mai 2019]
  • Die im Internet erworbene Karte kann entweder bis zum Tag vor der Vorstellung an den Kassen behoben oder im Internet mit der Funktion print@home gedruckt werden. [2. Mai 2019]
  • Derzeit ist ein Kauf über die neuen Ticket-Applikation der Wiener Staatsoper (erhältlich für die Betriebssysteme Apple iOS und Android) am SmartPhone noch nicht möglich. [2. Mai 2019]
  • Für den Abendverkauf werden 20 Karten am Balkon40 Karten im Parterre sowie 120 Plätze auf der Galerie zur Verfügung stehen. Sollten im schlimmsten Fall tatsächlich einmal alle Rollstuhplätze auf der Galerie angefordert werden, kämen an diesem Abend keine Plätze auf der Galerie in den Verkauf. Im Stehplatzanstellbereich wird ein Aushang angebracht sein, der über die noch auszugebenden Stehplätze für den jeweiligen Abend informiert. [2. Mai 2019]
  • Die Anstellordnung für Besucher, die ihre Stehplatzkarte bereits erworben haben, und für Besucher, die erst am Vorstellungstag ihre Stehplatzkarte kaufen möchten, bleibt nach wie vor gültig. [1. Mai 2019]
  1. Die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrates der Wiener Staatsoper GmbH (Stand: 1. Mai 2019) sind: Mag. Christian Kircher (Vorsitzender), Dr. Valerie Höllinger (Stellvertreterin des Vorsitzenden), Dr. Monika Hutter, Dr. Walter Rothensteiner, Mag. Othmar Stoss, Dr. Christian Strasser, Michael Dittrich (Arbeitnehmervertreter) und Herwig Pecoraro (Arbeitnehmervertreter).

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