Der Merker

Montag, 19. Februar 2018

© Theater an der Wien/Monika Rittershaus

Neu
Rezensionen Oper

Theater an der Wien

Gaetano Donizetti:
»Maria Stuarda«

Von THOMAS PROCHAZKA

Die Bühne stellt ein raumhoch geschlossenes, hölzernes Rund vor, dessen Boden eine geneigt montierte, drehbare Holzscheibe bildet… (Man könnte so beginnen.) Oder: Katrin Lea Tag baute für Christof Loy ein Einheitsbühnenbild, darin die einzelnen Szenen sich mischen ohne Rücksicht auf die Anmerkungen in der Partitur. Oder aber: Am Theater an der Wien feiert das Regie-Theater fröhliche Urständ’. (Das ist es.)

Katrin Lea Tag und Christof Loy stecken die Sänger im ersten Akt in historisierende Kostüme (ohne den Geist der Regierungszeit Elizabeth I. auch nur im Ansatz evozieren zu können). Im zweiten Akt tragen alle schwarze Anzüge, Kostüme und Kleider nach Schnitten unserer Tage, als befänden sich Führungskräfte eines Unternehmens auf ihrer alljährlichen Zusammenkunft…

Weshalb? Um zu zeigen, daß das Töten der Widersacher sich bis in die Spitzen unserer heutigen Gesellschaften, des Wirtschaftslebens, erhalten hat? (Wir wußten dies bereits.) Geht es darum in Donizettis Maria Stuarda?

»Cavalieri« und »dame d’honore« listet die Partitur…

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© Wiener Staatsoper GmbH/Michael Pöhn

Neu
Rezensionen Oper

Wiener Staatsoper

Charles François Gounod: »Faust«

Von THOMAS PROCHAZKA

Man spielt Faust an der Wiener Staatsoper. Oder Marguerite (der Haus-Debutantin wegen)? Oder doch Méphistophélès? Jedenfalls spielt man »nach einer Regie«. Diesmal von Nicolas Noël und Stephan Roche. (Geschuldet auch den widrigen Umständen vor der Première. Man erinnere sich.)
Es ward ein langer Abend.

Mandy Fredrich wurde in letzter Minute als Einspringer für Anita Hartig präsentiert, welche Sonja Yoncheva ersetzt hatte. Die ihrerseits für die Neuproduktion der Tosca an der Metropolitan Opera freigegeben worden war (anstelle von Kristine Opolais).

Fredrich hatte die Marguerite bereits im Herbst 2016 an ihrem Stammhaus in Stuttgart gesungen. Im Sommer 2012 war die Deutsche die Königin der Nacht in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten Produktion der Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen gewesen.

Fredrich hinterließ bei ihrem Debut als Marguerite im Haus am Ring einen durchaus günstigen Eindruck…

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»Peer Gynt«, 1. Akt: Der Tod (Andrey Kaydanovskiy), Peer Gynt (Jakob Feyferlik), Aslak, der Schmied (Vladimir Shishov) und dahinter die Hochzeitsgesellschaft (corps de ballet) © Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

© Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Rezensionen Ballett

Wiener Staatsballett

Edward Clug/ Edvard Grieg: »Peer Gynt«

Von ULRIKE KLEIN

Norwegen — das Land der Feen und Trolle, der Fjorde und rauhen Landschaften. Dies die Assoziationen, die sicher viele mit dem Land im Norden verbinden.

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»Don Giovanni«, 1. Akt: Don Giovanni (Ludovic Tézier) präsentiert Leporello (Luca Pisaroni) als Zerlinas Verführer © Wiener Staatsoper GmbH/Michael Pöhn

© Wiener Staatsoper GmbH/Michael Pöhn

Rezensionen Oper

Wiener Staatsoper

Wolfgang Amadeus Mozart: »Don Giovanni«

Von THOMAS PROCHAZKA

An der Staatsoper gibt man ... Don Giovanni. Oder, besser: Was man sich heute darunter vorzustellen hat. Fiele die musikalische Seite des Abends entsprechend aus, man sähe über die scenischen und handwerklichen Unzulänglichkeiten hinweg. Aber leider: Gestern abend war es auch damit nicht weit her.
(Im Laufe der Begebenheiten wird das alles klar werden.)

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»Tosca«, 2. Akt: Angela Gheorghiu als Floria Tosca im Palazzo Farnese © Wiener Staatsoper GmbH/Michael Pöhn

© Wiener Staatsoper GmbH/Michael Pöhn

Rezensionen Oper

Wiener Staatsoper

Giacomo Puccini: »Tosca«

Von THOMAS PROCHAZKA

Tosca, die 599., in der Ausstattung von Nicola Benois und Margarethe Wallmann, in Vorbereitung des freitäglichen 600er … und mit einem Mal versteht man Dominique Meyers Abneigung gegenüber Jubiläen.

Gestern abend: veristische Großzügigkeit allerorten.

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»I Puritani«, 1. Akt: Elvira (Venera Gimadieva) mit den Puritanern © Wiener Staatsoper GmbH/Ashley Taylor

© Wiener Staatsoper GmbH/Ashley Taylor

Rezensionen Oper

Wiener Staatsoper

Vincenzo Bellini: »I puritani«

Von THOMAS PROCHAZKA

Man traut sich etwas im Haus am Ring: In unserer, jeder Romantik abholden Zeit gibt man I puritani; ein Werk der Hochblüte des bel canto. Das Ergebnis: oberflächlich betrachtet gutes Repertoire-Niveau. Im Detail allerdings: ein zwiespältiges.

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Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker beim Silvesterkonzert 2017 © Terry Linke

© Terry Linke

Rezensionen Konzert

Musikverein Wien

Silvesterkonzert 2017 der Wiener Philharmoniker

Von THOMAS PROCHAZKA

Connaisseurs behaupten, nicht das Konzert am Neujahrsmorgen (medialer Höhepunkt des Jahreswechsels), sondern das Silvesterkonzert zeitige das bessere Ergebnis. Ihre Begründung: abends um ½ 8 Uhr sei die dem Tagesablauf eines Musikers entsprechende Zeit. Außerdem sei der Rahmen ein familiärer, die TV-Kameras sozusagen »Beiwaag’«.

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Deckengemälde von Marc Chagall im Pariser Palais Garnier (Ausschnitt) © Thomas Prochazka

© Thomas Prochazka

Feuilleton

Die Oper — Kritische Zeit für eine Kunstform? (I)

Von THOMAS PROCHAZKA

Conrad L. Osborne ist in Europa wohl nur wenigen ein Begriff: den Lesern der Magazine Opera News, High Fidelity (eingestellt im Juli 1989) und der Londoner Financial Times, für welche der New Yorker neben mehr als 45 Jahren Tätigkeit als Gesangslehrer und Sänger jahrzehntelang Kritiken schrieb. In seinem Blog Osborne on Opera konstatiert er, daß die Kunstform Oper kritische Zeiten durchlaufe:

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Zum Geleit

Herzlich willkommen auf unserer Website.

»Der Merker« im Jahr 2017: Aufbruch zu den Wurzeln. (137 Jahre nach Richard Wagners Überlegungen für ein Druck­erzeugnis des­selben Namens. 108 Jahre nach der Gründung jener längst versunkenen »österreichischen Zeit­schrift für Musik und Theater«. 61 Jahre nach der Gründung einer ebenfalls den Zeit­läuften anheim gefallenen »Zeit­schrift für Opernfreunde«.)

»Der Merker« im Jahr 2017: mit kri­tischer Berichterstattung von Opern- und Theater­vorstellungen vornehmlich des Wiener Raumes und bei öster­reichischen Festspielen der unge­brochenen Begeisterung für das Musik­theater ein dem 21. Jahrhundert gemäßes Forum zu bieten.

Dies in gebotener Kürze. Für die Details verweisen wir auf unser Manifest.

Schon jetzt allerdings: Danke für Ihren Besuch.

Feuilleton

Die Oper — Kritische Zeit für eine Kunstform? (I)

Von THOMAS PROCHAZKA

Daphne – Mythos und Legende in der Kunst

Von MICHAEL KREBS

Anmerkungen zu den Dekorationsskizzen für »Elektra«

Von ALFRED ROLLER

Richard Strauss-Tage: »Ariadne auf Naxos« in Wien

Von MICHAEL KREBS

Drei harmlose Unterhaltungen über die junge Sängerwelt (III)

Von LUDWIG HESS
Rezensionen

Wiener Staatsoper

Richard Strauss: »Der Rosenkavalier«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsballett

Richard Strauss: »Verklungene Feste« | »Josephs Legende«

Von ULRIKE KLEIN

Wiener Staatsoper

Alban Berg: »Lulu«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Richard Strauss: »Elektra«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Richard Strauss: »Daphne«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Richard Strauss: »Salome«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Richard Strauss: »Ariadne auf Naxos«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Francesco Cilèa: »Adriana Lecouvreur«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Leoš Janáček: »Kát’a Kabanová«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsballett

MacMillan | McGregor | Ashton

Von ULRIKE KLEIN

Wiener Staatsoper

Antonín Dvorák: »Rusalka«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Sergej Prokofjew: »Der Spieler«

Von THOMAS PROCHAZKA

Wiener Staatsoper

Wolfgang Amadeus Mozart: »Don Giovanni«

Von THOMAS PROCHAZKA

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